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Vaganca Serie II. - Knete, Kacke und Korinthen Ein neues Abenteuer der Sex-Agentin VAGANCA 1. Folge: Warm im Darm Um die schwere Stahltür zu öffnen, setzte Martin Dammann beide Arme ein. Dann schwang das zwei-Tonnen-Monstrum sanft zurück. Alles war weiß hier unten: der Vorraum, die Schleuse, der Tunnel. Frisch gestrichen, regelmäßig gewischt, erleuchtet von weißen Neonröhren. "Kommen Sie, Sarah. Ich habe versprochen, Ihnen das geheime Berlin zu zeigen." Er streckte ihr die Hand entgegen. "Jetzt sollen sie es sehen." Gemeinsam traten sie in den Tunnel, der das Paul-Löbe-Haus unterirdisch mit dem Reichstag verband. "Diesen Tunnel kennen nur Eingeweihte", plauderte Martin. Sein Gang war federnd, bei jedem Schritt schwang er mit der schwarzen Aktentasche hin und her. Übermütig wie ein Schuljunge ist er, dachte Sarah, die Mühe hatte, sich dem Tempo des Staatssekretärs anzupassen. Sie hatte nach der Nacht mit Jasper in der Eile die Pumps mit den zu hohen Absätzen gewählt. "Oh, Sarah, ich bin Ihnen zu schnell." So abrupt blieb Martin Dammann stehen, dass Sarah fast in ihn hinein gerannt wäre. - Plötzlich hielt er sie in den Armen. Er war nicht länger ein großer Schuljunge - sie roch den Mann: Eine Mischung aus Rasierwasser und Körper, der tief in ihr weckte, was lange geschlummert hatte ... Seine Zunge zwängte sich zwischen ihre Lippen, gleichzeitig drückte er ihr Becken gegen seine Lenden, und sie spürte seine fordernde Härte, die sie erschreckte und zugleich faszinierte. Er begehrte sie, und sein Mund schmeckte süß und salzig zugleich. Energie strömte aus seine Zunge in ihren Schlund. Eine herrliche Wärme breitete sich aus, zuerst im Magen, dann zwischen den Schenkeln - und sogar im Darm ... Martin Dammann würde sie versengen, erkannte Sarah und machte sich los. "Warum hältst du die ganze Zeit die Tasche fest, Martin?", stieß sie hervor und bedauerte schon die freche Frage. Er grinste. "Reporter vermuten, da wären die geheimen Kontaktadressen unserer Agenten drin, die ich immer bei mir trage." Er entließ sie aus der Umarmung und drückte ihr die Tasche in die Hand. Sie war leichter, als Sarah gedacht hatte. "Hier, nimm sie und schaue hinein, ich vertraue dir." Er küsste sie, diesmal sanfter, auf den Mund. "Viel mehr vertraue ich dir, als je einer Frau zuvor." "Aber wir kennen uns erst seit zwei Stunden." "Nein, seit ich dich gesehen habe, steht die Zeit still. Und ich wünsche mir, diese Ewigkeit wird bleiben." Er wollte sie küssen. Sie aber entzog sich ihm; sie wusste nicht warum: Ohne weiter zu überlegen, öffnete sie die Tasche. Schon ihre Mutter hatte geklagt, sie sei zu neugierig ... Ihre Mutter? ... Blasse Erinnerung, das war alles, was von ihr geblieben war. Zunächst erkannte Sarah nichts als Schwärze in der Tasche, was angesichts des hellen Tunnellichts ungewöhnlich war. Die Tasche war mit schwarzem Samt gefüttert, und als Sarah hinein griff, hatte sie einen Knauf in der Hand. Sie zog ihn hervor. Er war aus Leder und glatt. Er glänzte, war sparsam verziert und sorgfältig verarbeitet und lief in einen schweren Lederriemen aus, der ebenfalls glänzte. Aber es war ein fettiger Glanz, unterbrochen von schwarz-rötlichen Flecken. Sie ließ die Peitsche zurück in die Tasche rutschen, und ihre erschreckten Reh-Augen suchten Martins Blick. Er schaute undruchdringlich ... oder spielte da ein Lächeln in seinen Mundwinkeln? *** Das Puzzle der Tragik. Stück für Stück setze ich es - ahnungslos - zusammen. Zuerst glaube ich, Teilchen der Liebe zu entdecken. Der große Liebe. Entsetzt erkenne ich bald: Das grausige Spiel lässt ein anderes Bild entstehen. Ich möchte aufhören zu puzzeln. Und kann es nicht. Es ist der Sog des Spiels, und ich muss es vollenden. Bis es in seiner ganzen Grausamkeit vor meinen Augen steht. - Ich sehe jetzt das komplette Bild und halte die Hände vors Gesicht. Doch das Entsetzen vor der Entscheidung, es bleibt; auch wenn die Augen nichts schauen. Die Geschichte ist urheberrechtlich geschützt. Strengstes Jugendverbot! Lizenziert zur Verwendung als Onlinetext in den geschlossenen Mitgliederbereichen von Lady Zahra - X-zess Limited. Weitergehende Rechte ausgeschlossen. |
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