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Vaganca Serie I. - Folge 5: Mutters Mahnung Meine Finger haben seine Kehle erreicht. Die Augen des Zimmerkellners werden größer: "Du musst jetzt zudrücken, Faye." Ich weiß nicht recht. "Bitte, Faye." Ich erhöhe den Druck. Die Augen treten ihm aus den Höhlen. Die Pupillen werden groß und sehr schwarz. Wie Höhlen, in denen sich meine Gedanken verirren können. Wenn nicht sein rasselnder Atem wäre, der mich mahnt, es nicht zu übertreiben. "Ahh, jah ... Faye ... so kommt es mir." Sein heißer Saft verteilt sich in mir, und ich lockere meinen Griff, zeichne Kreise auf der pulsierenden Haut unter seinem Hals. Meine Hand setzt ihren Weg nach unten fort. Küssend, streichelnd erreiche ich seinen Speer. Noch immer ist er hart und fordernd. Der Zimmerkellner ist 28 Jahre alt, geil bis in die gegelten Haarspitzen. Was ich mir zu nutze mache, in jeder Beziehung: Er befriedigt mich, er hat es mir ermöglicht, Jockels Zimmer zu verkabeln. Jockel! Ich habe mich ablenken lassen, stoße den Kellner weg. "Faye, was hast du?", röchelt er überrascht. "Ich muss schauen, was drüben los ist", schwinge ich mich aus dem Bett und regele die Lautstärke des Monitors hoch. Scheinbar habe ich nichts verpasst. Die geheimen Videokameras, die ich in Jockels Hotelzimmer im "D'Angleterre" installiert habe, zeigen ein ruhiges Zimmer. Jockel ist nicht wieder aufgetaucht, seit ich ihn auf den Stufen des "Beau Rivage" verloren habe, als er mit einem dicken Umschlag in der Hand in ein Taxi stieg und in die Nacht verschwand, um etwaige Verfolger abzuschütteln. Jockel kommt in sein Hotelzimmer herein gestürzt. Wirft seinen hellen Mantel auf das Bett. Verursacht ein fürchterliches Rascheln im Abhörlautsprechern. Der Etagenkellner und ich zucken zusammen. Ich schalte um auf die Videokamera und die Zimmermikrofone: Jockel steht vor dem kleinen Zimmerkamin, in dem das Feuer brennt, das der Etagenkellner jeden Abend wie bestellt um 18 Uhr entzündet. Jockel wärmt sich Hände und Körper. Von seinem Ausflug rund um den Genfer See ist er durchgefroren. Er zieht den Umschlag aus der Unterhose. Mit heraus fallen vier Fotos. Die Fotos versteckt er wieder in der Hose. Einen Moment zögert er, sieht sich um, als könnte noch jemand in seinem Zimmer sein, und schließt die Zimmertür ab und legt die Kette vor. Als ob das jemanden wie den Stählernen abhalten könnte ... Als er den Umschlag öffnen will, klingelt das Telefon. Seine Mutter ist am Apparat. Er zögert, dann erwidert er: "Hallo Mama." "Warum sagst du mir nicht, dass du nach Genf fährst?" "Geschäftlich, Mutter." "Hast du überhaupt das Geld dafür?" Jockel streicht zärtlich über den braunen Umschlag. "Ich glaube schon." Er drückte den Umschlag, um festzustellen, wie sich 250.000 Euro anfühlen. Gut fühlen sie sich an, ziemlich dick und knisternd. Er fängt an, die Lasche des Umschlags aufzureißen. "Jockel?" "Ja, Mama." "Du bist nicht bei der Sache. Was machst du da?" "Ich glaube, es klopft jemand an der Tür, Mama. Ich mache besser Schluss jetzt." Niemand klopft, es ist eine Ausrede. Vorsichtig reißt Jockel das letzte Stück von der Lasche ab. "Jockel, habe ich dir von der neuesten Betrugsmasche erzählt, die ich im Frühstücksfernsehen gehört habe?" "Nein, Mama." Sie lacht böse. "Schwindler zapfen die Telefonleitung von wildfremden Menschen an, während die gerade telefonieren wollen." Jockel stellt das Telefon auf Freisprechen und legt den Umschlag vor sich auf den Tisch neben das Telefon. Dann reibt er sich die Hände – es ist Bescherung. "Der Mensch glaubt, er würde zufällig ein Gespräch mithören." Jockel hört auf, sich die Hände zu reiben. Er wird aufmerksam auf das, was seine Mutter erzählt. "Das Gespräch, was der Mensch unabsichtlich mitzuhören glaubt, ist psychologisch geschickt aufgebaut. Geradezu perfekt." Jockel ist jetzt ganz Ohr. "Du sollst glauben, du musst nur einen 500-Euro-Schein zu einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Person bringen. Und diese Person würde dir dann 250.000 Euro aushändigen." Wieder lacht sie böse. Sie kann sich kaum beruhigen. "Reihenweise fallen Männer darauf herein!", gluckst sie. Wütend wischt Jockel den Umschlag vom Tisch. Er fliegt aufs Bett und bleibt neben dem Mantel liegen. Die Mutter erwärmt sich für das Thema. "Es wirkt alles sehr glaubwürdig. Wenn man den 500-Euro-Schein herüber schiebt, bekommt man ein großes Postkuvert, welches dick gefüllt ist und verheißungsvoll knistert." "Was ist drin?", fragt Jockel und seine Stimme klingt wie verloschen. "Alte Zeitungen." In dem Moment klopft es an der Zimmertür. Langsam, ohne sich zu verabschieden, legt Jockel den Hörer neben den Apparat. Er fischt den Umschlag von der Tagesdecke des Betts, drückt ihn noch einmal und wirft ihn dann ins Feuer des Zimmerkamins. Erneut klopft es, diesmal energischer. "Wer ist da?", fragt er durch die geschlossene Zimmertür. "Der Zimmerservice", klingt es dumpf zurück. Der Etagenkellner und ich schauen uns an. Ich schalte auf die zweite Kamera um, welche die Tür im Fokus hat. Jockel öffnet sie – und sieht sich zwei Männern mit Bodybuilder-Körpern gegenüber, die in Anzüge gepresst wurden. Hinter den zwei Hünen, im Schatten des Flurs, registriert die Videokamera die Konturen eines Mannes, den ich seit Monaten suche: der Stählerne. Der Mann, von dem der Doktor nicht ahnt, wie gefährlich er ist. Der Mann, der Deutschland aus den Angeln heben kann. Der Mann, der mein Glück mit einem Lächeln zertreten hat und der sterben muss, damit ich weiter leben kann. Jockel trifft der Schlag des ersten Muskelmanns überraschend. Wie ein Taschenmesser klappt er zusammen – wenn da nur nicht das Knie des zweiten Kraftpakets im Weg wäre: Krachend zerschmettert es Jockel den Unterkiefer. "Uahh", entfährt es meinem Etagenkellner. Auf echte Schmerzen steht er nicht. "Wo ist mein Geld?", überträgt das Mikro die mir so bekannte, verhasste, gutturale Stimme des Stählernen. "Wovon reden Sie?", bringt der zu Brei geschlagene Mund Jockels hervor. Der nächste Hieb katapultiert ihn aus dem kleinen Flur seines Zimmers aufs Bett. "Wo ist es?" Der Muskelmann setzt zu einem verheerenden Schlag an. "Halt! Bitte! Es ist ... da!" Jockel zeigt auf den Kamin. Der Stählerne springt zum Feuer und versucht, Reste des Umschlags aus der Flamme zu retten. "Es sind doch nur zerschnittene Zeitungen drin", meint Jockel und richtet sich mühsam auf. "500.000", kreischt der Stählerne, "500.000 hast du verbrannt, du Idiot!" "Nein, meine Mutter ..." Jockel beginnt zu ahnen, dass er die Sache falsch eingeschätzt hat, "... sie meinte, es wäre ein Trick und es wären nur Zeitungsschnipsel im Umschlag ..." "500.000!" Eine hart und schnell ausgeführte rechts-links-Kombination des zweiten Muskelmanns trifft Jockels Schädel, der wie ein Ball hin und her geworfen wird. "Lass gut sein, Leonid!", kommandiert der Stählerne. Sofort lässt der Agent ab. Jockel sackt auf seinen hellen Mantel. "Wir haben ihn glauben lassen, er würde durch Zufall ein Telefonat mithören, in dem ein 500.000-Euro-Deal abgesprochen würde. Er sollte denken, er könnte das Geld problemlos abgreifen. Er reiste nach Genf, bekam das Geld. – So weit lief alles nach Plan." "Jawohl, Boss", pflichtet der Schläger, der zuletzt in Aktion getreten war, dem Stählernen bei, und ordnete die Krawatte, die während des Schlags verrutscht war. "Was ist schief gelaufen?" "Boss?" Der Stählerne analysiert: "Er sollte das Geld anschauen und hier verstecken. Wir ließen ihm dafür einige Minuten Zeit." "Vielleicht hat er es dem Taxifahrer ...", hat der Schläger einen vermeintlichen Gedankenblitz. "Ihr habt ihn ... befragt, das Taxi gefilzt. Das Ergebnis?" "Nichts gefunden, Taxifahrer liegt im Krankenhaus, er hat kein Geld. Ganz sicher." Der Stählerne nickt. "Genau. Unser Plan war: Jockel sollte das Geld hier verstecken und uns verraten, wo es liegt. Es würde es in seinem sichersten Versteck in dem Zimmer verstecken. Dort, wo er auch versteckt, was wir eigentlich suchen: die Bilder vom Doktor. Er würde uns zum Geld führen und – ohne es zu ahnen – zu den Bildern des Doktors." "Ja, Boss." "Was hat ihn davon abgehalten?" Unmittelbar viel der Blick des Stählernen auf den Hörer, der neben dem Telefonapparat lag. – "Hallo, wer ist da?" "Kann ich bitte meinen Sohn wieder sprechen?!", krächzt die Stimme von Jockels Mutter aus dem Hörer. Ohne eine Antwort zu geben, beendet der Stählerne das Gespräch. "Ihr zwei durchsucht das Zimmer." Sie schauen unter das Bett, öffnen Schränke, durchwühlen Toilettenartikel. "Stellt alles auf den Kopf!" Mit einem Ruck reißt einer der Muskelmänner das Waschbecken von der Wand und inspiziert die freigelegten Rohre. Der Alibert wird von der Wand gehoben und sein Inhalt neben dem reglosen Jockel auf die Tagesdecke gekippt. Fotos, mit denen der Doktor erpresst werden könnte, finden die drei nicht. "Holt Wasser, wir befragen Jockel. Aber diesmal ernsthaft." Mit einem Wischeimer voller Wasser kommt einer der Männer aus dem WC. Der Stählerne leert den Eimer über Jockels Kopf. "Er reagiert nicht", bemerkt einer der Muskelmänner. "Er ist tot," faucht der Stählerne. *** "Ich mag den Tod nicht", sagt mein kleiner Zimmerkellner und schaut angewidert vom Bildschirm weg. "Er ist so groß und ... so endgültig." Ich habe zu viele Männer sterben sehen, in der Lubjanka, bei geheimen Operationen. "Es ist grausam", sage ich, aber Jockels Tod berührt mich nicht. Bin ich kalt geworden über die Jahre, kalt und abgestumpft? Oder liegt es daran, das Jockel ein gemeiner Einbrecher war, der Alica, die Tochter meines Chefs, hat entführen wollen? Ich streiche über den nackten Rücken des Kellners. "Menschen wie du sind seltsam. Der Tod macht ihnen Angst. Aber sie malen sich aus, wie es ist, mit Wachs und heißen Eisen, mit Nadeln und Klistieren gequält zu werden." Er dreht sich zu mir um und schaut mich mit einem weichen Blick an. "Das ist etwas anderes." "Etwas anderes?" "Das ist der kleine Tod." "Den kannst du haben." Er sah süß aus in diesem Moment, süß und zerbrechlich. – Genau das will ich in dem Moment tun: etwas zerbrechen. Wenn nicht den Stählernen, dann jemanden, der greifbar war. "Würdest du mich so geil quälen?", fragt der Kellner. "Wenn du es willst." "O bitte." Hinter einem der Monitore hole ich die Flachzange hervor, mit deren Hilfe ich die Kabel verdrahtet habe. "Zieh dir den Slip aus und stell dich vor den Bildschirm." "Was willst du machen?" "Vertraue dich mir an." An seiner gewaltigen Erektion sehe ich, dass er Vorfreude verspürt und zumindest ahnt, was kommen würde. Ich knie vor ihm, seine Eier baumeln in Höhe meiner Augen. Und während der Monitor zeigt, wie die Häscher des Stählernen den armen Jockel beseitigen, klemme ich die pralle Eichel des Kellners zwischen die Eisenbacken der gespreizten Zange. "Bleib bitte vernünftig, bitte, bitte ...", winselt er begeistert, und ich drücke sanft zu, wirklich nur Millimeter. Das Glied pulst. Ich drückte etwas mehr. Schon spritzt der Saft heraus. "Du Sau", schimpfe ich, "du besudelst mich." "Dafür musst du mich strafen!", stöhnt der Kellner. "Genau", flüstere ich und merke, wie sehr mich das Spiel anmacht. - Fortsetzung folgt - Die Geschichte ist urheberrechtlich geschützt. Strengstes Jugendverbot! Lizenziert zur Verwendung als Onlinetext in den geschlossenen Mitgliederbereichen von Lady Zahra - X-zess Limited. Weitergehende Rechte ausgeschlossen. |
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